Regelment

Sicherheit ist Pflicht!

Ziel dieses Ausschreibungspunktes ist es den Fahrer, die am Rennen beteiligten und unbeteiligten Personen
durch technische Maßnahmen und Anforderungen zu schützen.


Ausschreibung Stockcarrennen der Buggyschmiede 2012 in Perleberg

Inhaltsverzeichnis

1. Fahrzeugbau

1.2 Fahrzeugbau Buggy

2. Rennarten und Klassen

3. Anforderungen an den Fahrer

4. Wertung

5. allg. Bedingungen an den Renntagen

6. Nennung

7. Änderungen

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Ausschreibungen in der jeweils gültigen Fassung finden Sie im Downloadbereich.


1 Fahrzeugbau

  • Zu den Rennen werden alle Arten von PKW mit Ausnahme von Vans, Geländewagen (auch SUV), Kleinbussen und Kleintransportern zugelassen. Fahrzeuge die mit Erdgas, Flüssiggas und anderen Gasarten angetrieben werden sind nicht zugelassen.
  • Stockcars aus anderen Rennserien, die nachweislich an mindestens 2 Rennen in der anderen Rennserie gestartet sind (Nachweis muss der Fahrer führen und mit der Ausschreibung jener Rennen bei der Rennleitung abgeben) werden zugelassen, sofern die Abnahme keine Gefahren für den Fahrer und Beteiligte Personen erkennt und die Schutzmaßnahmen als ausreichend anerkannt werden. Hier im Zweifelsfall Absprache im Vorfeld!!
  • Grundsätzlich sind am Stockcar alle Glas- und Kunststoffteile sowie alle brennbaren Materialien zu entfernen. Erlaubt ist ein Innenspiegel und die Verkleidung im Bereich des Fahrers sowie das Armaturenbrett.
  • Stockcars, Speedwayfahrzeuge und Crashcars benötigen einen Käfig um die Karosserie zu versteifen und bei Überschlägen oder Crashs Schutz zu gewährleisten. Dieser Käfig sollte entlang der A und B Säulen senkrechte Stützen vom Dach zum Fahrzeugboden haben, Querverstrebungen zwischen den Senkrechten Stützen, Diagonalverstrebung zwischen den B-Säulen Fahrerseite oben nach Beifahrerseite unten sowie Abstützungen des Käfigs nach hinten (vom Käfig oben in den hinteren Bereich, sinnvoll ist die Abstützung auf den Radkästen) mit Befestigung in den Boden.
  • Skizze eines Käfigs.


  • Im Dachbereich ist eine zusätzliche Strebe sinnvoll da diese das Dach am Durchdrücken hindert.
  • Material des Käfigs sollte Stahlrohr 42 mm mit mindestens 2 mm Wandung entsprechen, im Zweifelsfall gilt hier, ist das Material zu klein oder zu dünn, dann ein Rohr mehr verwenden, es geht um die eigene Sicherheit!!! Hinter dem Fahrersitz ist eine Vorrichtung (Rohrmaterial) so anzubringen dass der Fahrersitz nicht nach hinten umkippen kann, falls dieser abbrechen sollte.
  • Der Käfig sollte an den 6 Punkten über Platten mit dem Fahrzeugboden verschraubt werden, pro Platte 3 Bolzen mind. M10 und mit großen Unterlegscheiben oder Gegenplatte verschrauben. Die Größe der Platte von 15 mal 15 cm hat sich bewährt.
  • Schweißnähte sollten durchgehend geschweißt und Schraubverbindungen ausreichend
  • dimensioniert sein.
  • Im Bereich des Fahrers sollte großzügig abgepolstert werden und darauf geachtet werden dass alle spitzen und scharfen Kanten entfernt bzw. gepolstert sind.
  • Vorgeschrieben ist die Verwendung eines Gurtes mit 4 oder mehr Punkten, der Original-Gurt (3-Punkt-Gurt) der meisten Fahrzeuge ist nicht ausreichend! Der Gurt ist durch den Fahrzeugboden zu verschrauben. Die Schrauben müssen passend zum Loch der Gurtverschraubung sein und es sollten von der Fahrzeugunterseite große Scheiben untergelegt werden.
  • Verstärkungen sind erlaubt, es ist jedoch darauf zu achten dass keine scharfen oder spitzen Kanten entstehen, ausreichende Rundungen sind zu verwenden.
  • Frontscheibe und Fahrerscheibe sollen durch stabiles engmaschiges Gitter ersetzt werden (kein Stoff!).
  • Der Motor / die Ölwanne ist durch einen Unterfahrschutz zu schützen.
  • Bei Verlegung des Kühlers in den Innenraum sind die Schlauchverschraubungen doppelt auszuführen, eine zusätzliche Ummantelung ist zu empfehlen. Der Kühler sollte im Innenraum durch geeignete Spritzschutzmaßnahmen den Fahrer vor Verbrühungen schützen.
  • Wenn die Batterie nicht am originalen Einbauort bleibt, sollte diese doppelt gesichert und mit einem Spritzschutz (Gummimatte über die Einfüllstutzen) versehen sein.
  • Wuchtgewichte sind von den Rädern zu entfernen, Strafgeld für bei Abnahme gefundene Wuchtgewichte 2,- € je Gewicht. Reifenwahl ist freigestellt.

1.2. Fahrzeugbau Buggy

  • Buggys sind Eigenbauten aus Rohrrahmen. Hierbei sollte besonders bei der Verarbeitung der Rohre und deren Verschweißung auf Qualität wert gelegt werden. Wir unterscheiden bei den Buggys nach Antrieb über
    • - Trabantmotor original
    • - Trabantmotor getunt
    • - Andere Motorisierung
  • Vorgeschrieben ist ein fester Boden und ein Dach, sowie eine Verdrahtung des vorderen Sichtfeldes. Der Käfig soll den Fahrer schützen können und obigem Beispiel eines Käfigs ähneln. Buggys mit Trabantmotor (original und getunt) fahren nach Stockcarregeln, Buggys mit anderen Motoren ausschließlich nach Speedwayregeln!

2 Rennarten und Klassen

  • Wir unterscheiden 3 verschiedene Rennarten und deren Bedeutung:
    • - Speedway - Rennen deren Ziel das schnellstmögliche Erreichen des Ziels ist. Hier ist der absichtliche Kontakt der Rennfahrzeuge untersagt. Gefahren wird auf Rundenanzahl.
    • - Stockcar - Rennen deren Ziel das schnellstmögliche Erreichen des Ziels ist. Hierbei sind alle fahrerischen Mittel erlaubt den Gegner daran zu hindern das Ziel vor einem selbst zu erreichen. Karambolagen und Drängeln sind erwünscht. Gefahren wird auf Rundenanzahl.
    • - Crashcar - Rennen deren Ziel das Erreichen einer Höchstpunktzahl ist. Punkte werden für vollendete Runden, für Dreher des Gegners über 180 Grad und für Überschläge des Gegners gegeben. Gefahren wird nach Zeit. Das Rennen wird am Sonntag ausgefahren, geplant sind 2 Wertungsläufe und ein Finale, am Samstag findet ein Qualifikationslauf nach Stockcarregeln statt, die Plätze entscheiden über die Startaufstellung!
  • Weiterhin unterscheiden wir in den Rennarten nach Klassen.
  • Stockcar und Speedway wird in folgende Klassen unterteilt:
    • - Bis 60 PS
    • - Bis 90 PS
    • - Bis 140 PS
    • - Offen + Allrad
    • - Heckklasse
    • - Trabantklasse unterteilt bei Bedarf nach Leistung und Rennart
    • - Buggyklasse unterteilt bei Bedarf nach Leistung und Rennart
    • - Juniorenklasse ausschließlich Speedway
    • - Frauenklasse Speedway, bei ausreichend Nennungen auch Stockcar möglich!
  • Bei Bedarf werden die Klassen noch mal in verstärkte bzw. unverstärkte Gruppen unterteilt, die Entscheidet die Rennleitung nach eingegangenen Nennungen bzw. nach entsprechenden Anträgen auf der Fahrerbesprechung.
  • Crashcar wird nach Hubraum eingeteilt.
    • - bis 1600 ccm
    • - bis 2000 ccm
    • - bis 3000 ccm
    • - über 3001 ccm
  • Crashcar wird mit bis zu 12 Fahrzeugen pro Klasse gestartet.

3 Anforderungen an den Fahrer

  • Der Fahrer soll in der Lage sein das von ihm gefahrene Fahrzeug zu beherrschen. Das Mindestalter beträgt 18 Jahre. Das Alter der Jugendklasse ist vom vollendeten 14. Lebensjahr bis höchstens zum vollendeten 17. Lebensjahr (18.Geburtstag).
  • Für geeignete Schutzmaßnahmen ist der Fahrer selbst verantwortlich. Pflicht ist eine Motorsporthalskrause, Helm, Handschuhe und Bekleidung die den gesamten Körper bedeckt, also auch Arme und Beine.

4 Wertung

  • Speedway und Stockcarrennen werden nach der Zieldurchfahrtsreihenfolge mit Punkten bewertet. Die Punkte der gesamten Läufe werden addiert und aus der Gesamtpunktzahl werden die Rangreihenfolgen bestimmt. Punktgleichheiten werden durch Stechen entschieden.
  • Die Punkte werden wie folgt vergeben:

1. Platz – 10 Punkte

2. Platz – 8 Punkte

3. Platz – 6 Punkte

4. Platz – 5 Punkte

5. Platz – 4 Punkte

6. Platz – 3 Punkte

7. Platz – 2 Punkte

8. Platz – 1 Punkt

  • Crashcarrennen werden für eine Zeit von 15 Minuten gefahren. In dieser Zeit werden Punkte gesammelt die am Ende zusammenaddiert werden. Punkte gibt es für jede gefahrene Runde, für jeden gefahrenen Dreher über 180 Grad und für jeden gefahrenen Überschlag.

- Runde – 2 Punkte

- Dreher – 10 Punkte

- Überschlag - 30 Punkte

5 allg. Bedingungen an den Renntagen

  • Umweltschutz ist wichtig, daher muss vor allem auf auslaufende Betriebsstoffe geachtet werden. Diese müssen vom Fahrer bzw. Schrauber aufgefangen und in entsprechenden Behältern gesammelt werden. Jeder Fahrer ist für den sauberen Platz verantwortlich, wir stellen Euch den Platz sauber zur Verfügung und möchten auch beim Verlassen einen sauberen Platz vorfinden. Mülltonnen stehen in ausreichender Menge zur Verfügung!
  • Die Fahrzeuge sollen immer auf Planen stehen und insbesondere im Reparaturfall ist darauf zu achten dass keine Verschmutzungen des Bodens auftreten.
  • Lagerfeuer ist nur nach Absprache mit der Rennleitung möglich, Grillen bitte nur so dass davon keine Gefahr ausgeht und niemand beeinträchtigt wird!
  • Es wird darauf hingewiesen dass wie auch im Straßenverkehr die gegenseitige Rücksichtnahme wichtig ist. Sollte der Nachbar schlafen wollen, so dreht bitte die Musik nicht so laut und andersherum Teams die es eher ruhiger mögen stellt Euch bitte nicht in die Mitte des Fahrerlagers sondern etwas am Rand, so wird dem Ärger im Vorfeld aus dem Weg gegangen.
  • Streitigkeiten werden durch die Rennleitung geschlichtet, aggressives oder beleidigendes Verhalten kann durch Platzverweise oder Sanktionen im Rennen geahndet werden, allerdings legen wir Wert darauf, ein friedliches Rennen zu veranstalten das allen Spass macht!

6 Nennung

  • Die Nennung erfolgt bis zum Nennschluss durch Abgabe der Nennung und deren Bezahlung. Entscheidend ist der Posteingang und der Bezahlstand bei uns, vor Nennschluss eingegangene und bezahlte Nennungen sind gültige Nennungen.
  • Nennschluss ist in der Regel 7 Tage vor dem Rennen, es sei denn es wird anders angegeben. Nachnennungen sind mit einer Nachnenngebühr von 5 Euro bis zum Renntag 10 Uhr möglich. Allerdings wird die Veranstaltung so ausgelegt wie der Stand am Nennschluss ist. Danach werden die Zahl der zu mietenden Toiletten bestimmt und die Siegerprämien organisiert. Spätnenner haben hier eventuell einen Nachteil!!
  • Mit Abgabe einer gültigen Nennung (bei Jugendlichen mit Einwilligung der Erziehungsberechtigten) wird auf den Fahrer eine Versicherung abgeschlossen die von ihm im Rennverlauf ausgehende Schäden abdeckt.

7 Änderungen

  • Die derzeitige Fassung der Ausschreibung ist durch den Rennleiter bei Bedarf zu ergänzen oder zu ändern. Entsprechende Anhänge zur Ausschreibung werden im Internet veröffentlicht und am Renntag ausgehangen.


- Stand 1.6.2012 -